Bei einer Wanderung über den Kammweg (Wittekindsweg) in der Nähe des Denkmals fallen die Klippen an der Südseite des Wiehengebirges auf. Sie bestehen aus Kalksandsteinen und Kalken des Oberen Jura (Heersumer Schichten und Korallencoolith).
Am bekanntesten ist die Felsenklippe "Silberblick". Von hier hat man eine weite Aussicht auf die Hausberger Schweiz, das Erholungsgebiet "Großer Weserbogen" bis hin zu dem Amtshausberg in Vlotho und zu den Lippischen Bergen.
Wandert man den Wittekindsweg weiter, gelangt man zum "Moltketurm". Der Moltketurm, auf dem höchsten Punkt des Wittekindsberges (281,48 m über NN) wurde 1828/29 als Aussichtsturm "Wittekindsstein" eingerichtet. Die Bezeichnung "Moltketurm" wurde 1906 durch Bekanntmachung der Gemeindeverwaltung Barkhausen eingeführt zur Erinnerung an den Feldmarschall Graf Helmuth von Moltke (1800 - 1891).
Der Wittekindsweg führt bald hinter dem Moltketurm zur Wittekindsburg. Sie ist die bekannteste der sächsischen Volksburgen an der Weserpforte. Die Gesamtanlage ist 650 m lang und 110 m breit, bildet also ein langes schmales Rechteck. Der Westwall, den der von Bergkirchen kommende Wanderweg durchschneidet, ist ziemlich verfallen, dagegen sind Ost- und Nordwall zum Teil noch gut erhalten. Nach Süden war die Burg nur schwach befestigt, da hier der steile Bergabfall einen genügend starken Schutz bot. Die Fliehburg und ihr Umfang ist leicht zu erkennen, da sie nördlich vom Wittekindsweg ihrer Lage nach von einer mauerartig wirkenden und hier den eigentlichen Gebirgskamm bildenden Kalksandsteinklippe durchzogen wird. Hinter dieser Klippe liegt der Nordwall der Burg. Neue Erkenntnisse über die Geschichte der Burg haben archäologische Untersuchungen der Jahre 1993 - 1998 erbracht. Es wurde eine Bauphase aus der vorrömischen Eisenzeit nachgewiesen und eine Nord-Süd verlaufende Trennmauer aus dem frühen Mittelalter entdeckt. Das wichtigste Ergebnis ist die Ausgrabung der Kreuzkirche aus vorromanischer Zeit. Es handelt sich um ein in seiner Gestaltung seltenes Gebäude, dessen Erbauungszeitraum um 1000 bzw. um das erste Drittel des 11. Jahrhunderts liegen dürfte. Ungeklärt ist bis heute, ob die Kreuzkirche als Burgkapelle, Klosterkirche oder Familiengrab diente.


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